Voice and Spirit - Gospel and more ...

Chorfahrten

Chorwochenende 12.02.16 bis 14.02.2016 in Ratzeburg

Unsere Chorfahrt führte uns wie auch schon im Vorjahr wieder nach Ratzeburg in die Jugendherberge direkt am Ratzeburger See. Viele Zimmer haben sogar direkten Blick auf den See. Das Essen war gut und die Gastgeber freundlich
zugewandt und immer ansprechbar. >> more


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Chorwochenende 14.02.14 bis 16.02.2013 in Glückstadt

Dieses Jahr war das Ziel unseres Chorwochenendes die Jugendherberge in Glückstadt.

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Wie es sich gehört, wenn Voice & Spirit auf Reisen geht, war der Himmel blau und die Sonne zeigte sich auch von ihrer besten Seite. Nach und nach trafen die Sängerinnen und Sänger ein. Die Zimmer wurden bezogen und in kleinen Gruppen zog es uns danach in die Stadt. Woher kommt eigentlich der Name Glückstadt? Schauen wir mal, was Wikepedia sagt:

„Dat schall glücken und dat mutt glücken, un dann schall se ok Glückstadt heten“ – Mit diesen optimistischen Worten ließ der dänische König Christian IV. 1617 den ersten Grundstein für diese schöne Stadt legen. Er hatte den Traum, eine Stadt an der Elbe zu gründen, die eine mächtige und prachtvolle Konkurrenz für Hamburg darstellt.

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Einige Jahrhunderte später ist aus den kühnen Königsträumen das idyllische kleine Glückstadt geworden, dessen rund 12.000 Einwohner stolz auf ihre hübsche Stadt sind, der zu Recht 2011 der Titel Erholungsort verliehen wurde. Ihr malerisches Ambiente, die kleinen verträumten Gassen, der historische Stadtkern und die direkte Lage an der Elbe inmitten der einmaligen Elbmarschen verleihen dem Stadtdenkmal Glückstadt einen einzigartigen Charme.“ Glückstadt bietet wirklich viele schöne Ausblicke. Egal, ob in der historischen Altstadt oder am Hafen. Die „Seute Deern“ war aus Bremen zu Besuch. Warum nicht? Nicht nur bei Voice and Spirit gibt es so manche seute Deern

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Zur unserer großen Freude (und ich spreche hier für den weiblichen Teil des Chores) fanden wir in dem malerischen Ambiente so manchen kleinen Laden mit vielen Möglichkeiten zum Stöbern und die eine oder andere konnte auch ein kleines Andenken an Glückstadt erstehen. Unser erster Stadtrundgang endete, wie sollte es anders sein, in einem gemütlichen Café mit einem schönen Stück Kuchen (aber bitte mit Sahne!). Nach diesem schönen Auftakt wurde es Zeit für den Heimweg, denn bis 18.00 Uhr waren fast alle eingetroffen und wir versammelten uns zum Abendessen. Wie immer schnatterten alle durcheinander und es ist mir ein Rätsel, wie zwischen all den Wörtern auch noch das Essen im Mund Platz fand. Ich möchte lieber gar nicht darüber philosophieren, wie ich nach dem großen Stück Kuchen auch noch das Abendessen bewältigen konnte. Aber in so netter Gesellschaft...

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Der Essraum war gleichzeitig unser Probenraum. D. h., nach dem Essen wurden die Tische zusammengestellt und die Stühle zum Klavier ausgerichtet. Wir hatten einen schönen Blick auf den Hafen (theoretisch). Praktisch hatten wir natürlich nur einen überaus konzentrierten Blick auf unsere Chorleiterin Catrin. Gut gelaunt und wie gewohnt nervenstark schaffte sie wieder das Unmögliche: Wir öffneten unsere Münder nur noch zum Singen (überwiegend); denn noch immer hält sich hartnäckig die Unsitte, dass wir nach einem geprobten Stück sofort unsere Kommentare abgeben müssen. Es ist ein innerer Zwang – vermute ich – der uns dazu verleitet, das gerade Gesungene intensiv mit dem Sitznachbarn bzw. der Sitznachbarin zu diskutieren. Und ich gebe zu, es dauert, bis der Blick auf Catrin fällt und man endlich ihr tiefes Schweigen als dringenden Appell interpretiert, dass es wohl besser wäre, die Kommunikation SOFORT einzustellen, damit sie ihre Probe auch mit den anderen Stimmen fortsetzen kann. Oh ja, Catrin kann ziemlich laut schweigen! An dieser Stelle: Verzeihung, liebe Catrin!!! Zu allem Überfluss musst du auch noch in  unseren Gesichtern lesen: „ICH kann GAR NICHTS dafür. Wurde angesprochen und MUSSTE antworten....“ Aber wir arbeiten an unserer Disziplin. Versprochen!! Ein großer Teil unserer Proben wurde mit dem Einstudieren von „Jesus Christ Superstar„ verbracht. Auf 12 Seiten Partitur findet sich für jede Stimme genug zum Üben. In kleinen Schritten kamen wir Stück für Stück voran. Auch das spanische Stück „Misa Criolla“ empfinden wir als sehr anspruchsvoll. Nicht nur die spanische Sprache, sondern auch die punktgenauen Einsätze, das richtige Tempo, das Crescendo im Einklang mit den Vorstellungen unserer geschätzten Chorleiterin zu bewältigen, all das forderte uns heraus und ließ uns wachsen. Stolz möchte ich berichten, dass wir am Ende das Gefühl hatten, wir schaffen es. „Es wird“ wie Catrin zu sagen pflegt. Und es motiviert auch total, dass sie uns das zutraut. 

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Am ersten Abend saßen wir dann noch ein wenig zusammen und es entstand wieder das vertraute Stimmengewirr mit Gelegenheit zum Klönen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Am Tag der Anreise gehe ich immer gern nicht zu spät ins Bett, damit die Konzentration am kommenden Tag nicht darunter leidet. Catrin ist stets so gut vorbereitet und bemüht sich, uns in der zur Verfügung stehenden Zeit viel Neues zu vermitteln. Da ist es doch angebracht, ihr am nächsten Tag einigermaßen ausgeschlafen zu begegnen. Gleich nach dem Frühstück schloss sich ein kleiner Rundgang zur Elbe an. Etwas frische Luft tanken, bevor die Probe beginnt.

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Wenn die Lungen gut mit Sauerstoff gefüllt sind, singt es sich eben viel schöner. Wir lernten neben den beiden genannten Stücken auch einige neue Lieder, die wir vielleicht schon beim Frühjahrskonzert zum besten geben können. Überrascht stellten wir fest, dass wir ziemlich schnell lernen (Eigenlob ist hier durchaus angebracht). Kann es sein, dass man auch eine gewisse Routine im Lernen neuer Lieder entwickelt? Vielleicht war es auch die tolle Atmosphäre, das Lachen und die Fröhlichkeit, die uns das Lernen so einfach machte. Am Samstag Nachmittag ging es wieder in die Einzelproben für Alt, Sopran, Bass und Tenor. D. h., wenn wir nicht dran waren: Freizeit – Zeit zum Spaziergang – Kaffeetrinken -.
Schnell flog die Zeit vorüber und wir näherten uns dann schon unserem gemeinsamen Abend. Der traditionell schon mit kleinen Darbietungen verschiedener Chormitglieder bereichert wird. Allen voran brachten Heike und Kendra ein Lied zu Gehör nach der Melodie „Aber bitte mit Sahne“ sangen sie im Refrain „Aber bitte singt richtig“. Gekonnt und charmant wurde dem Chor ein Spiegel vorgehalten und begeistert fielen alle in den Refrain ein „Aber bitte singt richtig“. Applaus für die beiden Sängerinnen. Auch Erika hatte wieder einen Beitrag, der in Form einer Büttenrede auf die 60jährigen abzielte. Fein arbeitete sie in ihrem Vortrag die Unterschiede vor und nach 60 heraus und besonders diejenigen unter uns, die dieses zarte Alter bereits erreicht haben, konnten von Herzen darüber lachen, weil wir genau wissen, das alles mehr als zutreffend geschildert wurde. Wie auch immer... unsere Erika ist einfach ein Naturtalent in Sachen Comedy und trifft damit den Humor von Alt und Jung. Dieter und Dirk (Künstlername: Double D) gaben frei nach Loriot die Szenen einer Ehe zum Besten. Dieter als Frau, die ihrem Mann – der eigentlich nur so herumsitzen wollte – unerwünschte Vorschläge für Unternehmungen aus einem anderen Raum heraus zuruft. Eben genau wie im richtigen Leben. Von den beiden so gekonnt vorgetragen, strapazierte unser Lachen dermaßen die Bauchmuskeln, dass dies eigentlich auf einer Chorfahrt verboten werden müsste. Denn schließlich soll man ja gerade diese Muskeln beim Singen als Stütze nutzen. Und ich frage allen Ernstes, wie soll man das anstellen, wenn sie vor Lachen schmerzen? Als Dieter dann noch ein Sahnehäubchen lieferte, indem er detailliert erklärte, wie man einer Katze eine Tablette verabreicht, waren kaum noch Tränen vorhanden, die man hätte lachen können. Es war kaum zu toppen. Und doch gelang es Axel mit seinem Beitrag, uns noch einmal in Begeisterung zu versetzen. Von Catrin am Klavier begleitet bot er eine bühnenreife Show. Auch Catrin hatte ein Lied
getextet, das mit Hilfe von 8 Backround-Sängern von ihr vortragen wurde. Musikalisch führte sie uns sehr liebevoll unsere besonderen Eigenheiten (wie z.B. das Kommentieren von einzelnen Probenabschnitten) vor Augen und bei uns kam es an wie eine Liebeserklärung. Da wäre fast eine Träne der Rührung geflossen, wenn, ja wenn wir sie nicht vorher alle beim Lachen vergossen
hätten. Zum Schluss haben wir dann getanzt, gelacht, gesungen, gefeiert. Aber so, dass wir am nächsten Morgen pünktlich und gut bei Stimme nach dem Frühstück die letzten Proben absolvieren konnten. Wir haben viel dazugelernt, uns noch besser kennengelernt, das schöne Glückstadt genossen und uns wie immer auf der Chorfahrt pudelwohl gefühlt.

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Dass alles auch ziemlich anstrengend war, merkte man erst zu Hause. Die Lieder klangen noch nach. Das sollen sie auch. Denn bei der nächsten Chorprobe müssen wir beweisen, was sich in unserem Liedgedächtnis verankert hat. Eines steht fest: Das Frühjahrskonzert am 30.03.2014 um 18.00 Uhr in Moorrege wird toll. Dann dürfen wir beweisen, Voice & Spirit bietet immer wieder auch etwas Neues.  (Sylvia Wulf)
Chorwochenende 15.02.13 bis 17.02.2013 in Scharbeutz

Wie auch schon im letzten Jahr haben wir unser jährliches Chorwochenende in Scharbeutz verbracht. In diesem Jahr hatten wir zwar nicht so viel Glück mit dem Wetter, weil sich die Sonne einfach nicht zeigen wollte. Aber was macht uns das schon aus. Wir – Voice and Spirit – haben genug Sonne im Herzen, um bei guter Stimmung und Stimme zu bleiben.

Catrin hatte sich viel vorgenommen. Ihr guter Ratschlag „ihr müsst mehr mit den Ohren singen“ reizte zuerst einmal unsere Lachmuskeln,

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aber dann haben wir doch erkannt, dass dieser Ausspruch das Motto unseres Chorwochenendes sein könnte. Wenn es auch scherzhaft klingt, so war es doch ernst gemeint. Mit den Ohren singen heißt, aufeinander hören und sich stets und ständig dem Ziel anzunähern, den Gesamtklang des Chores zu verbessern. Eben eins zu werden und die verschiedenen Stimmen miteinander verschmelzen zu lassen. Es war harte Arbeit, die uns
manchmal auch erschöpfte und mich oft fragen ließ, woher nimmt Catrin diese Energie?

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Die größte Herausforderung war das Lied „Operator“, das man von der Gruppe Manhattan Transfer kennt. Dieses Lied in eine Chorversion zu transportieren verlangt den Sängerinnen und Sängern schon einiges ab. Aber Catrin hat sich mit ihrem unvergleichlichen Optimismus, ihrer Engelsgeduld und der nie endenden Hartnäckigkeit in die Arbeit gestürzt. In einzelnen Stimmproben wurde mit dem Sopran, dem Alt, den Tenören und dem Bass geübt, geübt, geübt. Ich kann nur von unserer Probe im Alt berichten.

Da gab es eine Stelle im Lied, bei der wir mit (gefühlt)unglaublicher Geschwindigkeit singen mussten: „Don't try to tell, don't try to tell me what number to, what number to call“. Wenn man das so dahin schreibt, dann klingt das gar nicht schwierig. Aber wenn wir es singen mussten, dann hatten wir immer mehr Buchstaben im Mund als nötig und sie verknäuelten sich ständig und holperten – wenn überhaupt – an den unmöglichsten Stellen heraus. Und von Rhythmus und Einheitlichkeit war weit und breit nichts zu bemerken. Give me Jesus on the line... Wir hatten das Gefühl, dass er an diesem Tag für uns telefonisch nicht zu erreichen war. Meine Achtung vor der Geduld unserer Chorleiterin wuchs ins Unermessliche. „Es wird, es wird..“pflegt sie zu sagen, wenn es mal wieder total katastrophal geklungen hat. Dieses Lied hat viele Klippen und Untiefen, an denen wir zu scheitern drohen. Einsatz auf den Punkt, atmen oder nicht atmen, bis drei oder vier zählen, dann atmen oder am besten gar nicht drüber nachdenken und einfach nur singen.... aber wie? Das einzige was hilft, ist mit den Ohren zu singen. Welch eine Erkenntnis. Zusammen mit dem gesamten Chor haben wir es tatsächlich geschafft. Okay, es ist noch lange nicht perfekt, aber unser Wunsch, dieses Lied am 17. März 2013 im Konzert in der St. Michael  Kirche in Moorrege zu singen, lässt uns weiter üben.


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Neu war auch das Lied „From a distance“. Da klappte es mit den Übergängen nicht so. Catrin schärft dann unsere Ohren, indem sie uns einen Ausschnitt singen und uns dann auf einem Ton stehen lässt. So gab es eine Passage, die da lautete „It's a hope...“. Die  Anweisung lautete, wir singen It's a hooo...... An der Stelle konnten alle genau hören, ob jeder in seiner Stimme richtig lag. Nachdem wir dies mehrfach wiederholt haben, stellte irgendjemand fest: „Es klingt wie „Itzehoe“. Sofort waren Kommentare zu hören, ob wir dies nicht als Bahn- oder Busdurchsage vermarkten sollten. Das Lachen entspannte uns kurz zwischendurch und wir konnten weiter konzentriert üben.

Abends saßen wir gemütlich zusammen und genossen ein ganz besonderes Programm. Heike und Kendra überraschten uns mit dem Lied „Alles was du kannst, das kann ich viel besser“ mit einem Text, der auf den Chor abgestimmt war. Sie wurden begleitet von Catrin am Klavier. Rauschender
Beifall war der Lohn für die gelungene Darbietung. Danach traten Dieter (als zahnschmerzgeplagter Patient) und Dirk (als weiser Zahnarzt) auf mit dem Lied „Ich ess so gerne Marzipan...“ und die gesamte Zuhörerschaft sang mit, wenn der Refrain kam „Aaaaaaaaa“. Sehr überzeugend und absolut bühnenreif brachten die beiden uns derart zum Lachen, dass es fast weh tat (Aaaaaaaaa). Frank begleitete sie auf seiner Gitarre. Das bunte Programm setzte sich fort. Erika kam mit ihrer Büttenrede als Ehefrau eines HSV-Fans so gut an, dass man in Mainz oder Kölle neiderfüllt auf uns
blicken würde. Dann setzte Dirk noch „einen drauf“ und erklärte uns singend, warum er als Bauarbeiter nicht zur Arbeit kommen konnte, weil er den Kampf mit einer Kiste Steine verloren hatte, die ihm letztendlich auf den Kopf gefallen war. Sein Vortrag war so gekonnt, dass ich glaube,
Voice and Spirit könnte z. B. auf einem Kreuzfahrt-Schiff ohne weiteres ein Abendprogramm gestalten. Dass wir gute Stimmen in unserem Chor haben, wusste ich ja, aber dass auch soviel komödiantisches Talent in vielen von uns steckt, ist eine neue Entdeckung.

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Wir haben es genossen. Das Singen, die Spaziergänge an der Ostsee, die gemeinsamen Abende, die vielen Gelegenheiten, zu klönen, zu lachen und noch mehr zu einer Gemeinschaft zu wachsen. Der einzige Wermutstropfen in diesem schönen Wochenende war ein ungebetener Gast: Sehr klein und
kaum wahrnehmbar: Der Grippe-Virus. Frech fiel er über viele VoiSpi's her und machte sich erst so richtig bemerkbar, als wir wieder zu Hause waren. Sogar vor der Chorleiterin hatte er keinen Respekt und sorgte dafür, dass eine Probe ausfallen musste. Aber wir hatten ja noch so viele Lieder
und Passagen wie „Itzehoe“ im Kopf, die wir auch mit Husten und Schnupfen in Gedanken singen konnten, damit sie sich verfestigen. Bis zum Konzert sollte es klappen. Und falls doch das eine oder andere Lied noch nicht so sicher gesungen werden kann, dann wird unsere Begeisterung, mit der wir versuchen, mit den Ohren zu singen, die kleinen Schwächen hoffentlich verzeihlich machen.

Wir freuen uns auf unser Publikum und können es gar nicht erwarten, mit ihnen zusammen den Frühling herbeizusingen.

(Sylvia Wulf)
Chorfahrt 2012 nach Scharbeutz

„Freude lässt sich nur voll auskosten, wenn ein anderer sich mit freut“, sagt Marc Twain. Recht hat er. Voice and Spirit hat die Freude am Chorwochenende in Scharbeutz in vollen Zügen ausgekostet.

Am Freitag, den 24.02.2012, fanden wir uns am späten Nachmittag in der Jugendherberge in Scharbeutz, Strandstraße, ein. Schnell hieß es, Koffer auspacken, Betten beziehen und dann nur über die Straße an den Strand. An diesem Ablauf hat sich bei mir seit Kindheitstagen nichts geändert. Das Wetter war nicht sehr einladend. Es war windig, kalt und der Himmel war grau. Die Ostsee hielt noch Eisschollen als Landeplatz für die Vögel bereit. Der Spaziergang diente also nur einer kurzen Orientierung und dann war es auch schon Zeit, sich mit Tee und Abendbrot zu versorgen, um danach an der ersten Probe teilzunehmen.
Wir hatten einen Probenraum in einem Pavillon für uns allein und konnten dort nach Herzenslust singen, reden, lachen und das alles mal miteinander,
nacheinander und oft auch (heillos) durcheinander. Catrin hatte sich viel vorgenommen. Sie wollte uns vor allem auf das Frühjahrskonzert am 17. März in Moorrege vorbereiten. Ihre größte Aufgabe war es, uns in die Lage zu versetzen, bei diesem Konzert das Lied „Gabriellas Sång“ aus dem Film „Wie im Himmel“ vortragen zu können. Jeder, der den Film gesehen hat, weiß, dass dieses Lied einen enormen „Gänsehaut-Faktor“ hat. Dazu fällt mir schon wieder ein Spruch ein. Ist er von Hermann Hesse? „Nur wer das
Unmögliche versucht, kann das Mögliche erreichen“ … oder so ähnlich. Das muss ein Motto von Catrin sein. Oft schon ist es mir passiert, dass sie mit uns ein neues Lied übt, von dem ich denke, UNMÖGLICH!!! DAS SCHAFFE ICH NIE! Dabei sollte ich eigentlich inzwischen gelernt haben:

Mit Catrin wird das Unmögliche möglich. Und nachdem es möglich geworden ist, wird es mit der Zeit immer besser, klingt immer schöner und gehört irgendwann zum persönlichen Liederschatz, der auswendig gesungen werden kann. Aber der Weg dahin führt durch viele, viele Proben. Gerade Gabriellas Sång ist nicht nur deshalb so schwierig, weil wir uns auf den schwedischen Text einlassen müssen. Nein, er ist auch schwierig,
weil wir streckenweise nur aaaaaa und oooooo singen. Ich kann mir eine Melodie besser merken, wenn sie mit einem Text verbunden ist. Da A und O ist, dass man wissen muss, an welcher Stelle man a oder o singen soll. Dies gilt besonders für diejenigen, die keine Notenkenntnisse haben. Man
könnte meinen, es kann doch nicht so schwer sein, aaaaahhhh oder oooooohhh zu singen. Von wegen: Unser Tenor z. B.schmetterte ein aaaaaahhhh aus voller Brust und aus den hinteren Reihen
drang es korrigierend: ooooooohhhh!! Dirk (Bass) zückte kurzerhand seinen Kugelschreiber und schrieb ein „O“ auf einen kleinen Zettel und reichte diesen Zettel an Wolfgang (Tenor) weiter. Nun hatte Wolfgang es schriftlich und zeigte diesen Zettel vor lauter Begeisterung ständig seinen
anderen Tenören, so dass Catrin nach einigen vergeblichen Versuchen, die Probendisziplin wieder herzustellen, ein Machtwort sprach. Ganz ruhig und mit pädagogisch wertvollem Unterton sagte sie „Wolfgang, ich sammele das gleich ein und du kannst es dir nach der Stunde wieder abholen“.
Damit war es dann ganz vorbei mit der Konzentration. Der Chor brach (wieder einmal) in lautes Gelächter aus, um danach jedoch konzentriert weiter zu üben. Im übrigen hat das Essen von Knäckebrot nicht dazu beigetragen, die schwedische Aussprache zu verbessern. Dennoch gelang es immer besser, den Klang der schwedischen Sprache phonetisch zu imitieren. Wenn man bedenkt, wie toll Hape Kerkeling dänisch spricht (ohne ein einziges richtiges dänisches Wort zu benutzen), dann weiß man ungefähr, wie wir mit der schwedischen Aussprache klar kommen. Den Elch-Test müssen wir damit ja auch nicht bestehen.

Catrin hatte natürlich auch einige neue Lieder im Gepäck, die wir kurzerhand eingeübt haben. Nach „Gabriella“ erschien uns alles andere easy going. Nach dem Üben eines neuen Liedes pflegt Catrin zu sagen „Ab damit unter's Kopfkissen“. Dirk meinte daraufhin, er müsste schon im Sitzen schlafen, weil so viele Liedertexte unter seinem Kopfkissen liegen. Auch das „Putzen“ (O-Ton Catrin) bereits bekannter Lieder war schnell getan. Die Probe war beendet, der gesellige Abend eröffnet. Die Tische wurden zusammengerückt, es gab etwas zu Naschen und natürlich auch das
eine oder andere Getränk und dann wurde geredet, gelacht, gesungen.
Die Akustik in dem Pavillon war toll für den Chorgesang. Bei der Unterhaltung entstand jedoch in kürzester Zeit ein derartiger Geräuschpegel, dass man seinem Gesprächspartner ins Ohr schreien musste und für Hörgeschädigte war es schwer, einer Unterhaltung zu folgen. Wer sich noch nicht zu den Hörgeschädigten zählte, fühlte sich diesem Schicksal nach dem Abend deutlich näher. Ganz sicher litt auch die Stimme ein
wenig. Wenn aber jemand glaubt, dass könnte unserem Wohlbefinden abträglich sein, der irrt sich gewaltig. Wir hatten sehr viel Spaß. Es zeigte sich auch, dass ein Chor für alle Fälle des Lebens gerüstet ist. So biss eine Chorschwester herzhaft in ein Haribo-Lakritz und statt „Haribo macht
Kinder froh und Erwachsene ebenso“ lag der Lakritzbonbon mitsamt ihrer Zahnkrone plötzlich auf dem Tisch. Freundlich bot ich ihr an, die Krone mittels eines Kaugummis wieder festzukleben. Aber da kam noch ein besserer Rettungsvorschlag aus der Runde (wir sind ja so kreativ): „Frag doch einmal eine unserer älteren Chormitglieder, ob nicht jemand Haftcreme für die Zähne dabei hat“. Gesagt – getan. Natürlich hatte jemand... Ich sagte ja, unser Chor ist für alle Wechselfälle des Lebens vorbereitet. Und Voice and Spirit ist besonders stolz darauf, dass bei uns alle Altersgruppen
vertreten sind. Einige von uns sind nur älter an Jahren, im Herzen aber so jung geblieben, dass mir niemand böse sein wird, wenn ich dies schreibe. Im übrigen hat meine Chorschwester auf den Einsatz von Haftcreme verzichtet und zog es vor, am nächsten Tag einen Zahnarzt aufzusuchen.
Dabei erzählte sie mir hinterher während unserer Probe, dass sie mit Geburtsnamen eigentlich „König“ hieße und also zum Zahnarzt hätte sagen können: „Guten Tag, mein Name ist König. Ich habe meine Krone verloren.“ Wieder hatten wir Anlass, uns vor Lachen zu biegen. Aber Catrin schaffte es mit einem Blick, dass wir mit dem nötigen Ernst wieder bei den Proben waren. Der Samstag war übrigens ein wunderschöner und sonniger Tag. Catrin wollte mit den Stimmen (Sopran, Alt, Tenor und Bass) in einzelnen Gruppen proben. Das hieß für uns, wir konnten die freie Zeit nutzen, um in Gruppen am Strand entlang zu wandern. Das bot Gelegenheit für Gespräche mit denen, die man vielleicht noch nicht so gut kannte oder man konnte das Kennenlernen vertiefen.

Es wurde viel fotografiert und ich hatte Zeit, meine Filmkamera zum Einsatz zu bringen. Ich habe in einem Gespräch mit Christiane, einem sehr netten Neuzugang bei Voice and Spirit, z. B. erfahren, dass sie sich auch über unsere Internetseite informiert und dabei schon festgestellt hatte, dass wir eine nette Truppe sind. Das ist wiederum Ansporn für mich, weitere Berichte
über unser Chor(er)leben zu schreiben. Auch der Samstag verging mit Singen, Singen und nochmal Singen. Nebenbei gab es wunderbares
Essen, Spaziergänge, Kaffeetrinken und kurze Einkaufsbummel (must have in Scharbeutz). Und abends wurde es wieder gemütlich. Erika und Wolfgang
brachten etwas Moorreger Karneval zu uns durch höchst amüsante Bütten-Reden. Dieter war unser DJ und er versteht etwas davon. Die Musik brachte uns in Bewegung, wobei wir natürlich die meisten Titel mitsingen konnten. Wir hatten einen fröhlichen Abend, der unsere Stimmbänder wieder sehr strapazierte. Das führte dazu, dass Catrin am nächsten Tag bei der Probe einen größeren Anteil an Bässen im Chor vorfand, als ihr eigentlich lieb war. Aber ich tröstete mich damit, dass es ist besser, wie Zarah Leander zu singen als gar keine Stimme mehr vorzufinden.
Der Sonntagvormittag gehörte wieder zum größten Teil Gabriella. Als Catrin dann zum Schluss sagte: So, das ganze noch einmal – im Stehen – folgte erst eine konzentrierte (fast feierliche) Ruhe. Dann erklangen die ersten Klaviertöne und (oh ewiges Wunder) die meistens richtigen Töne waren
irgendwie einfach da. Wir mussten sie nicht mehr mühsam suchen oder vorher darüber nachdenken. Wir sangen und es klang gut. Wir waren zwar nicht total zufrieden, aber wir waren ein großes Stück weitergekommen und wussten, wenn wir weiter arbeiten, dann wird es vorangehen und es wird
auch konzertreif. Wir hatten alle das Gefühl „Yes we can!“ Damit war unser Chorwochenende auch abgeschlossen und wir freuten uns alle auf das Konzert am 17.03.2012 in der St. Michael-Kirche in Moorrege. 

Chorfahrt Scharbeutz 2012

Bericht mit Fotos_Chorfahrt_Scharbeutz_2012.pdf

(Sylvia Wulf)

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2011 - Voice & Spirit auf Reisen – Singen satt in Plön am See
-

 
Am 20. Februar sind wir von unserer Chor-Reise zurück gekehrt und am 21. oder spätestens am 24.02. sollte idealer Weise ein kleiner Erfahrungsbericht auf unserer Homepage zu lesen sein.

Beiträge im Internet sollten eigentlich immer hoch aktuell sein. Am 20. Februar sind wir von unserer Chor-Reise zurück gekehrt und am 21. oder spätestens am 24. 02. sollte idealer Weise ein kleiner Erfahrungsbericht auf unserer Homepage zu lesen sein.

Heute ist nun schon der 20. März. An dieser Stelle muss ich einmal unsere Christina loben, die immer wieder die Zeit findet, sich um unsere Homepage zu kümmern und möglichst zeitnah über unsere Aktivitäten informiert.
Warum habe ich nun so lange gezögert, über unser Chor-Wochenende zu berichten? Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Spaß wir wieder miteinander hatten, könnten wir da nicht Gefahr laufen, zur Vergnügungssteuer veranlagt zu werden? Egal, ich wage es trotzdem:

In der Zeit vom 18. bis 20. Februar 2011 fand unser Chor-Wochenende
in Plön auf dem Koppelsberg statt. Das wunderschöne, frisch renovierte Haus lag direkt am großen Plöner See. Irgendwie erinnert diese Art der Unterkunft auch immer an Schulausflüge. Und genau so fühlt man sich
dann auch. Unbeschwert die Gemeinschaft genießen, viel Lachen und auch mal von Herzen albern sein. Die gemeinsamen Mahlzeiten boten gute Gelegenheiten für Gespräche und man lernte die Chormitglieder näher kennen, die nicht immer unmittelbar bei den Proben in der Nähe sitzen.
Außerdem konnten auch neue Sängerinnen und Sänger noch
besser in die Gemeinschaft hinein wachsen.

Im Vordergrund stand natürlich das intensive Singen. Viele neue Lieder warteten auf uns und Catrin hatte die Chance, auch mal in kleineren Gruppen zu arbeiten. Unser Probenraum bot eine fantastische Aussicht auf den See. Mit diesem Blick fing man schon wie von selbst an zu singen. Aber unsere Probendisziplin ähnelte auch eher der einer Schulklasse. Vor dem Singen fanden unsere Lockerungsübungen statt. Der gute alte
Turnvater Jahn hätte seine Freude daran.

Wenn Catrin uns aufforderte „und jetzt schreiben wir mit unserer Hüfte eine
Acht“, dann hörte ich hinter mir die Frage: „Eine liegende oder eine stehende Acht?“ Schon gab es wieder Grund, in Gelächter auszubrechen. Und wenn wir dann zur fortgeschrittenen Übung kamen, unseren Namen mittels unserer Hüfte zu schreiben, dann hüpfte der eine oder andere vor oder zurück und erklärte dazu „das war jetzt der i-Punkt“. Wenn Catrin aber verlauten ließ, „jetzt stellen wir das Plaudern ein“, dann folgten natürlich noch einige Echos „Plaudern einstellen“ oder „psssst. Also es entstand wieder eine gewisse Unruhe, um danach aber auch konzentriert mit dem Singen zu beginnen.
Es waren wieder schöne Lieder, die wir übten. Wenn sie dann nach vielen Wiederholungen endlich „klangen“, dann entwickelte sich bei mir auch sehr schnell mal eine Gänsehaut.

Nach dem Abendbrot fanden wir uns im Probenraum wieder, um noch einmal das Gelernte zu vertiefen. Danach folgte dann unser gemeinsamer Abend. Erika und Wolfgang bereicherten unser Zusammensein durch professionelle Bütten-Reden (Karneval lässt grüßen). Was ein Chor doch für verschiedene Talente miteinander verbindet. Man glaubt es kaum. Spät abends kletterten wir dann in unsere Etagenbetten und konnten selbst dann noch nicht aufhören zu schnattern. Der Schlaf kam natürlich etwas zu kurz. Aber was macht das schon.

Ploener See

Trotz unserer intensiven Chorarbeit blieb auch noch Zeit für einen See-Spaziergang und wir stellten uns vor, wie schön es am Koppelsberg wohl im Sommer sei. Wie immer ging die Zeit viel zu schnell zu Ende. Mit neuen Liedern und vielen netten Erinnerungen im Gepäck fuhren wir am 20.02. wieder nach Hause. In unserem Frühjahrs-Konzert am 26.03.2011 in der Kirche St. Johannes in Appen kann man sich davon überzeugen, wie
fleißig wir geübt haben.

Der Gänsehautfaktor ist garantiert!

(Sylvia)